21.12.2023
Bei Spyware handelt es sich um Schadsoftware, die unbemerkt auf fremden PCs, Laptops oder auch Smartphones installiert wird. Dort kann sie persönliche und sensible Daten abgreifen: etwa Passwörter, Kreditkartendetails und andere vertrauliche Informationen. Welche Arten von Spyware es gibt und wie Sie Ihr Unternehmen schützen.
Spyware, zu Deutsch Spionagesoftware, ist eine Schadsoftware, die ohne Ihr Wissen von Dritten auf Ihrem Computer, Smartphone oder anderen digitalen Endgeräten installiert werden kann. Ist diese Software dort hinterlegt, spioniert sie z. B. Ihre Aktivitäten im Internet aus oder greift vertrauliche Daten ab. Egal ob Windows, Mac, Android oder iOS: Alle gängigen Betriebssysteme können von Spyware betroffen sein. Im Gegensatz zu Computerviren versuchen Spionageprogramme in der Regel jedoch nicht, sich weiterzuverbreiten.
Spyware kann auf verschiedenen Wegen auf Ihre Endgeräte gelangen. Verbreitet wird sie oft über infizierte E-Mail-Anhänge, infizierte Downloads meist kostenloser Software und Apps oder das Besuchen von bösartigen Websites, die automatisch Spyware herunterladen. Auch das Anklicken eines manipulierten Pop-up-Fensters kann zu einer Installation der Schadsoftware führen.
Spyware und andere Cyberangriffe sind nicht nur für Privatpersonen ein Risiko – auch Unternehmen leiden immens unter den Auswirkungen durch Schadprogramme. Wie eine Bitkom-Studie aus dem Jahr 2022 ergab, entsteht der deutschen Wirtschaft jährlich ein Schaden von rund 203 Milliarden Euro durch Diebstahl von IT-Ausrüstung und Daten, Spionage und Sabotage.
Betroffen war fast jede der 1.000 Firmen, die sich an der Befragung beteiligt hatten: 84 % der Unternehmen wurde im Jahr zuvor Opfer eines Angriffs, weitere 9 % gingen davon aus. Bezogen auf Spyware berichten 63 % vom Diebstahl sensibler Daten und 57 % von der Ausspähung digitaler Kommunikation.
Spyware ist nicht gleich Spyware. Es lassen sich verschiedene Formen dieser Schadsoftware unterscheiden:
Unternehmen sollten besonders vor solchen Spyware-Arten auf der Hut sein, die Daten abgreifen können. Andernfalls könnten Unternehmensgeheimnisse unfreiwillig an die Öffentlichkeit oder in die Hände Dritter geraten.
Ist Spyware auf einen Rechner, ein Smartphone oder in ein ganzes Netzwerk gelangt, sind die möglichen Konsequenzen vielfältig:
So, wie es manchmal nicht ganz einfach ist, Spione zu enttarnen, kann auch Spyware auf Ihrem Rechner oder Smartphone gut verborgen sein. Bleiben Sie aufmerksam, können Sie die Infektion mit einem Spionageprogramm jedoch anhand folgender Anzeichen erkennen:
Haben Sie die Vermutung, von Spyware betroffen zu sein, können Sie mit entsprechenden Programmen Spyware-Scans durchführen und die Schadsoftware vom Computer oder Smartphone entfernen. Allerdings reicht das Löschen einzelner Programme häufig nicht aus, da sich viele Spionageprogramme selbst duplizieren können.
Es gibt jedoch spezielle Tools, die genau für solche Fälle konzipiert wurden und recht zuverlässig Spyware und andere Arten von Malware erkennen und entfernen. Oft bieten diese Programme auch zusätzlichen Schutz vor Neuinfektionen, indem sie z. B. potenziell gefährliche Internetseiten blockieren.
Besser als die Säuberung infizierter Systeme ist es, Firmengeräte effektiv gegen Spyware zu schützen. Dazu gehört in erster Linie, die Angestellten regelmäßig in Bezug auf Cybersecurity zu sensibilisieren. Erinnern Sie etwa daran, nur vertrauenswürdige Links und E-Mail-Anhänge zu öffnen und Sicherheitsupdates umgehend zu installieren. Besuchte Websites sind sicherer, wenn sie mit dem HTTPS-Protokoll verschlüsselt sind. Und Pop-up-Fenster mit fragwürdigem Inhalt sollten nicht angeklickt werden.
Ratsam ist zudem die Einführung der Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Dabei handelt es sich um ein Sicherheitsverfahren, bei dem neben einem Passwort noch ein zweiter Schritt zur Verifizierung notwendig ist, beispielsweise ein Code, der an das Smartphone gesendet oder von einer App generiert wird. Dadurch können Angreifer auch dann nicht ohne Weiteres auf sensible Daten zugreifen, wenn sie Zugangsdaten erbeutet haben.
Zusätzlich sollten auf allen Rechnern und Firmenhandys umfangreiche Schutzprogramme installiert sein. Empfehlenswert ist ein Virenschutz mit Anti-Spyware-Funktionen gegen wesentliche Malware-Arten und eine stets aktuelle Firewall. Skalierbare und individuelle Lösungen stellen sicher, dass die Sicherheitsanforderungen Ihres Unternehmens optimal erfüllt werden.
Spionagesoftware …
Effektive Schutzmaßnahmen gegen Spyware sind …
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